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Todesmarsch der KZ Katzbach Häftlinge

Adlerwerke

Gedenkveranstaltung

»Todesmarsch der KZ Katzbach Häftlinge«

Samstag, 24.3.18 - 18:00 frei

In Frankfurt gab es in den letzten Kriegsmonaten ein KZ-Außenlager. Dieses Lager hatte die höchste Todesrate aller Fabrikkommandos des koordinierenden KZ Natzweiler. 1600 Häftlinge wurden in das KZ eingeliefert, 528 starben vor Ort und wurden in einem Massengrab auf dem Hauptfriedhof verscharrt, 245 todkranke Häftlinge wurden wegen Arbeitsunfähigkeit abgeschoben, etwa 530 Todkranke und Marschunfähige wurden mit dem Zug nach Bergen Belsen evakuiert.

Am 24. März 1945 erfolgte die endgültige Räumung des KZ-Außenlagers, das den Decknamen 'Katzbach' erhielt. Etwa 350 Häftlinge wurden, eskortiert von der SS, am Main entlang Richtung Hanau, Gelnhausen, Fulda bis nach Hünfeld getrieben. Für die ausgezehrten Häftlinge war es ein Todesmarsch, denn nur 280 erreichten das Ziel KZ Buchenwald, wo sie weiteres Leiden erwartete. Nur 60 der 1600 Häftlinge der Adlerwerke erlebten das Kriegsende.

Wie schon seit vielen Jahren gibt es auch diesmal wieder eine Gedenkveranstaltung bei uns. Nach der Begrüßung durch Winfried Becker, Leiter des Gallus Theaters und Horst Koch-Panzner, Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte KZ Katzbach in den Adlerwerken, gibt es Grußworte von Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und dem Vizekonsul der Republik Polen Andrzej Dudzinski. Es folgt eine Ansprache von Dr. Monika Hölscher, Landeszentrale für Poltische Bildung. Für das musikalische Begleitprogramm sorgt Emil Mangelsdorff. Schüler des Goethe-Gymnasiums stellen ihre Videos über das KZ-Katzbach vor.