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Gedenken an den Todesmarsch der KZ Katzbach Häftlinge

Adlerwerke 1960

Erinnerung

»Gedenken an den Todesmarsch der KZ Katzbach Häftlinge«

Sonntag, 19.03.17 12.00 frei

Wir wollen gemeinsam mit den vielen Initiativen, die sich für die Erinnerung an das KZ Katzbach in den ehemaligen Adlerwerken eingesetzt haben, auch in diesem Jahr an die Auflösung des Lagers und den anschließenden Todesmarsch vor 72 Jahren gedenken. Dabei wird Frédérique Neau-Dufour, Leiterin des Europäischen Zentrums der deportierten Widerstandskämpfer am ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof eine Ansprache halten. Sonja Ebel-Eisa, Gesang und Annette Schneider, Klavier sorgen für ein musikalisches Begleitprogramm. Der »Förderverein für die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ Katzbach in den Adlerwerken« begrüßt und stellt sich vor.

Im August 1944 wurde das KZ 'Katzbach' als Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof auf dem Gelände der damaligen Adlerwerke in Frankfurt errichtet. 1600 Häftlinge wurden in das KZ eingeliefert, 528 starben vor Ort und wurden in einem Massengrab auf dem Hauptfriedhof verscharrt, 245 todkranke Häftlinge wurden wegen Arbeitsunfähigkeit abgeschoben, etwa 530 Todkranke und Marschunfähige wurden mit dem Zug nach Bergen Belsen evakuiert. Am 24. März 1945 erfolgte die endgültige Räumung des KZ-Außenlagers. Etwa 350 Häftlinge wurden, eskortiert von der SS, am Main entlang Richtung Hanau, Gelnhausen, Fulda bis nach Hünfeld getrieben. Für die ausgezehrten Häftlinge war es ein Todesmarsch, denn nur 280 erreichten das Ziel KZ Buchenwald, wo sie weiteres Leiden erwartete. Nur 60 der 1600 Häftlinge der Adlerwerke erlebten das Kriegsende.