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La Bourse mit Meer Gold

Thomas Gmünder

Michael Sell und Ensemble

»La Bourse mit Meer Gold«

von der Erhellung des Fremden Konzert, Neue Musik

Dienstag, 15.9.15 - 20.00 Eur 15/12
Mittwoch, 16.9.15 - 20.00 Eur 15/12

Michael Sell ist Komponist und Schöpfer einzigartiger Musizierweisen. In Königstein (Taunus) als Kind von Musikern geboren, studiert er zunächst Politologie und Naturwissenschaften, wechselt jedoch bald zur Musik. Als Trompeter ist er Verkünder des freien Jazz, bevor er ab 1978 seinen Schwerpunkt auf kompositorische Arbeiten verlagert: der Komponist, Mitglied der Darmstädter Sezession, steht im 37. Berufsjubiläum.

In diesem Herbst umranken zwei Kompositionen von Michael Sell die Konzerte: die konzertante Interpretation von »La Bourse« des G.P. Telemann aus dem Jahre 1720 vom Liebfrauenberg in Frankfurt am Main der Welt überlassen, Fassung für Trompete, Viola, Percussion op 12794 und die aktuelle Uraufführung »Meer Gold« für grosses Orchester op 162015 von der Erhellung des Fremden. Mit 3 simultan gespielten Euphonien und Alphörnern.

»La Bourse« nimmt Bezug auf Telemanns Vertonung des Börsenkrachs vor 295 Jahren. In »Meer Gold« - von der Erhellung des Fremden sind alle Töne wie Gold im Meer, gleich und fein verteilt.

In dem neuen Konzertzyklus für den Herbst 2015 stellt der Komponist der zeitgenössischen Moderne Uraufführungen aus den zurückliegenden Jahren sowie musikalische Portraits vor, in denen neben der Trompete die Instrumente Viola, Percussion, Horn, Flöte und ein virtuoses Solo für Trompete, Euphonium und Klavier mit Paul Hübner für überraschende Hörerlebnisse sorgen werden.

Die Projektgruppe Kultur im Ghetto feierte im letzten Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum unter anderem mit einer Fotoausstellung bei uns und der Wiederaufnahme von Michael Sells genialischer Adaption von »La Bourse«. Nun kommt es zusammen mit diesem aussergewöhnlichen Komponisten und Musiker sowie einem hervorragenden Ensemble mit den Solisten Malte Burba, Lutz Mandler und Paul Hübner sowie Johannes Prappacher, Albrecht Riermeier, Thomas Gmünder und Helmut W. Erdmann wieder zu zwei Konzerten.

FAZ: ... Sells Kompositionen...sind grenzüberschreitend, provozierend, ungewöhnlich; originell, skurril, nervös, lautstark...eines sind sie nicht: postmodern und lau...

»Da aber bei der Scheinwelt Kunst im Gegensatz zur Scheinwelt Börse immer klar ist, dass nur gespielt wird, war es eine wahrhaft beglückende, vierteilige Börsensitzung. Da waren selbst die wildesten Kurssprünge, Spekulationskäufe und gellenden Abstürze, für die Sells zerklüftete, rasant-rabiate Klangsprache wie geschaffen ist, als ohrenfällige Gewinnmitnahmen hochwillkommen.« (FR 2002)

Es ist das siebte Projekt, das wir zusammen mit dem zeitgenössischen Musiker und Komponisten aus Frankfurt im Gallus Theater realisieren (seit 1999).

Hölderlin Trio: Malte Burba, Johannes Prappacher, Albrecht Riermeier
Trompeten, Alphorn, Euphonium: Malte Burba, Lutz Mandler
Flöte: Helmut W. Erdmann
Viola: Johannes Prappacher
Horn: Thomas Gmünder
Trompete/Euphonium, Klavier, Alphorn: Paul Hübner
Percussion: Albrecht Riermeier
Trompeten Orchester mit Horn: Michael Sell
Assistenz: Frank Heckel
Gesamtleitung: Michael Sell
Fotografen: Conor Clarke (Foto von Paul Hübner), Ruben Riermeier (Foto Albrecht Riermeier), Regula Hauenstein (Thomas Gmünder )

Karten: Voll 15,00 Euro
Karten: Ermäßigt 12,00 Euro

Michael Sell Paul Hübner Albrecht Riermeier