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Manila Zoo




### keine Live-Aufführung / Interview mit Anna Wagner zum Stück

Eisa Jocson

»Manila Zoo«

Performance

Freitag, 16.4.21 - 19:00
Samstag, 17.4.21 - 19:00
Sonntag, 18.4.21 - 17:00

Auch diese Uraufführung in Kooperation mit dem Mousonturm muss wegen Verlängerung des Lockdowns abgesagt werden. Ein Streaming ist bei dieser Performance leider nicht möglich. Die Produktion wird aber bei uns geprobt und für künftige Aufführungen mit Publikum fertiggestellt. Die Dramaturgin des Künstlerhaus Mousonturm Anna Wagner gibt einen Einblick in das Konzept.

In Disneys Imperium des Glücks spielen philippinische Entertainer:innen eine besondere Rolle. Sie gelten als energiegeladene Glücksmaschinen, wenn es darum geht, in den Vergnügungsparks und Shows des Konzerns Tiere, geformt nach US-amerikanischen Werten und Lebensweisen, in menschliche Marionetten zu verwandeln. In »Manila Zoo« erforscht die Choreografin Eisa Jocson gemeinsam mit vier philippinischen Kolleg:innen und der Frankfurter Musikerin Charlotte Simon (Les Trucs) die Schnittstellen von Mensch und Tier, von Spektakel, Arbeit und Isolation. In welchem Moment verwandelt sich Disneys Glücksimperium in einen Zoo? Die COVID-19-Pandemie hat diese Frage umso relevanter gemacht und auch die Arbeit von Jocson und ihrem internationalen Team radikal auf den Kopf gestellt. Wer kann sich frei bewegen, sogar Grenzen überqueren? Wer ist gezwungen an einem Ort, in einem begrenzten Raum zu bleiben? "Manila Zoo" verknüpft das Verhältnis von Distanz, Nähe und Empathie mit den politischen Zusammenhängen, die in den Aufführungsraum, den virtuellen Raum, das Disney-Imperium, den Zoo und in Privaträume eingeschrieben sind. In Eisa Jocsons Choreografie durchdringen sich das Private und das Öffentliche, das Reale und das Virtuelle, Glück und Horror. Mensch und Tier teilen die Psychose in der Isolation. Disneys Tiercharaktere verlassen dabei die festgelegten Unterhaltungsroutinen und suchen nach Strategien, dem kollektiven Wunsch nach Veränderung einen Ausdruck zu geben.

Eine Produktion von Eisa Jocson und Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main (Deutschland) im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main. In Koproduktion mit BIT Teatergarasjen (Norwegen), Esplanade - Theatres on the Bay (Singapur), Kaserne Basel (Schweiz), RISING Melbourne (Australien), Tanzquartier Wien (Österreich), Taipei Performing Arts Center (Taiwan) und TPAM - Performing Arts Meeting in Yokohama (Japan). In Kooperation mit dem Gallus Theater Frankfurt am Main. Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe Instituts.

Die Tanzplattform Rhein-Main ist ein Projekt von Künstlerhaus Mousonturm und Hessischem Staatsballett. Sie wird ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und ist gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stiftungsallianz [Aventis Foundation, BHF-Bank-Stiftung, Crespo Foundation, Dr. Marschner-Stiftung, Stiftung Polytechnische Gesellschaft].

Künstlerische Leitung, Choreographie, Performance: Eisa Jocson
Musikalische Leitung: Charlotte Simon
In Zusammenarbeit mit: Bunny Cadag, Cathrine Go, Russ Ligtas, Joshua Serafin
Dramaturgie: Anna Wagner
Creative Presence: Arco Renz
Produktionsleitung, Koordination & Distribution: Anne Kleiner
Technische Leitung: Yap Seok Hui / Artfactory
Live Stream & Video Technik: Stev.e Kwek/ Artfactory