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Hidden Structures

DD Handon
Ausstellung

DD Handon

»Hidden Structures«

Fotografien/Collagen

Dienstag, 24.4.18, 19:00, frei
Eröffnung

DD Handon ist in New York geboren. Sie studierte von 1982-87 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Hermann Albert, Peter Voigt (Meisterschüler). Sie arbeitet in Frankfurt am Main als freischaffende Künstlerin. Ihre Arbeiten waren in diversen Ausstellungen zu sehen und sie ist in privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten.

Wieviel Information pro gesehenes Bild/Fotografe nehmen wir aus der täglichen immensen Bilderfut in uns auf und welcher Anteil bleibt uns im Gedächtnis haften?

DD Handons Collagearbeiten sind keine Collagen im herkömmlichen Sinn, bei dem Material zerschnitten und wieder neu zusammengesetzt wird, sondern sie sind Übermalungen. Ausschliesslich Zeitungsfotografien werden gesammelt, ausgeschnitten und auf ihren Informationsgehalt bzw. Bildinhalt hin überprüft. Nicht relevante Bildinformationen werden mit schwarzer Tusche eingeschwärzt und unsichtbar gemacht, der komplette Bildinhalt wird nicht zerstört.

Die Fragmente und Bruchstücke, in der Regel Architektur- und Naturelemente, man made - nature made, auch mal Textteile, werden isoliert, miteinander neu verknüpft, aneinander gefügt und auf einen Träger montiert.

Die Autonomie des einzelnen Bildes bleibt gewahrt, indem ein feiner Abstand zwischen den übermalten Fotos eingehalten wird, ähnlich der einer Bilderzählung oder eines Comics. Dabei wird darauf geachtet, daß die einzelnen Bilder Anknüpfungs - und Vernetzungspunkte haben, um so zu einer neuen Form zu finden.

Die architektonischen Gebilde, die sich in dem Bild als neue Form zusammenfinden, erzählen von phantastischen architektonischen Erfindungen und beziehen sich sowohl auf die fortschrittsgläubigen Baumeister der russischen Revolution, als auch auf die gezeichneten Architekturvisionen eines Piranesi.

Elemente, deren Ursprung auf Brücken, Schienen, Seilen, Elektroleitungen, Maschinenteile, Strassen, Bäume und Ähnliches zurückgehen, finden sich im Bild wieder als ein verrückt gewordenes Szenario in unlogischen Kombinationen architektonischer Elemente, in denen permanent physikalischen Gesetzen widersprochen wird. Sie sind so verzerrt und verschachelt, daß räumliche Grenzen dadurch aufgehoben werden.

Ein System wie mit einem Algorithmus, aus sich selbst schaffend - Muster verstärkend - und wie bei neuronalen Netzen immer wieder sich neu verknüpfend.

Alles was der Mensch erschaffen hat, hat sich aufgelöst und wird zu einem nicht kontrollierbarem Geflecht aus traumhafter Natur-Architektur, labyrinthischer Schreckensvisionen, existentieller Bedrohungen und Abkehr der göttlichen Weltordnung.

Die Ausstellung ist geöffnet Mo. - Fr. von 11.00 bis 18.00 Uhr und zu den Theaterveranstaltungen bis Mitte Mai 2018


DD Handon