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visionale 13

Visionale13

»visionale 13«

26. Hessisches JugendMedienFestival

Freitag, 29.11.13 15.00 Festival - Auftakt
Freitag, 29.11.13 15.30 Kinder u. Jugendliche I
Freitag, 29.11.13 17.00 Kinder u. Jugendliche II
Freitag, 29.11.13 19.00 Kinder u. Jugendliche III
Samstag, 30.11.13 15.00 Jugendliche I
Samstag, 30.11.13 17.00 Young Directors I
Samstag, 30.11.13 19.00 Vernissage'Auf & Ab'
Samstag, 30.11.13 20.00 Lange Filmnacht der Young Directors
Samstag, 30.11.13 23.00 Aftershowparty mit Club Kiew
Sonntag, 01.12.13 12.00 Sonderwettbewerb'Absolut fremd'
Sonntag, 01.12.13 14.00 Jugendliche
Sonntag, 01.12.13 15.00 Young Directors
Sonntag, 01.12.13 17.30 Liveact von Urban Dance FFM
Sonntag, 01.12.13 18.00 Preisverleihung

Seit 1995 finden bei uns - und damit bereits zum 18. Mal - jährlich die Hessischen Schüler - und Jugendfilmtage statt, die 2003 in Visionale umbenannt wurden. An drei Tagen werden in unserem großen Theatersaal bei freiem Eintritt Filme gezeigt. In unserem Theaterfoyer ist für diese Zeit eine neue Ausstellung aufgebaut. Das detaillierte Programm mit den ausgewählten Beiträgen ist bei uns erhältlich oder auf der homepage der visionale einsehbar.

Die Visionale hat sich als wichtigstes und größtes hessisches Nachwuchsfestival im Medienbereich etabliert und ist längst zur geschätzten Plattform für junge hessische Medienschaffende geworden, die sich austauschen, mit Profis in Kontakt kommen oder einfach nur ihre Produktionen öffentlich zeigen wollen.

Das Hauptanliegen der Visionale ist die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, die in einer Zeit der unbegrenzten medialen Möglichkeiten nicht nur Medienprodukte konsumieren, sondern selbst machen sollen - und wollen!

Vorwort zur diesjährigen visionale: Insgesamt besteht das Festival nun schon ein Vierteljahrhundert. In dieser Zeitspanne sind Medien untergegangen, in dieser Zeitspanne sind völlig neue Medien erfunden worden. Vor 25 Jahren gab es kein allseitig verfügbares Internet. Es gab keine Mobiltelefone und nicht die Möglichkeit, Bilder und Filme in jeder Alltagssituation zur Verfügung zu haben. Unser emotionales Erleben hat sich damit drastisch verändert - und weil wir mitten in diesem Prozess des radikalen Wandels unserer sinnlichen Wahrnehmungen und unserer Sinnlichkeiten stehen, wissen wir wenig darüber. Wenig wissen wir über die individuellen Auswirkungen der zunehmenden Bildproduktion, noch wissen wir viel über die gesellschaftlichen Wirkungen, das heißt: deren Einfluss auf unsere Verhaltensweisen im Umgang miteinander. Werden unsere derzeitigen Formen sozialen Umgangs ergänzt? Werden sie erweitert? Oder gar ersetzt? Was die digitale Revolution an Veränderungen gestiftet hat, wird jungen Menschen, den "Digital Natives" sicherlich nicht so richtig klar - vorgefundene Technik wird benutzt, weil vorhanden. Es liegt an der Erwachsenenwelt und den von ihnen bestimmten Institutionen, alle Kräfte aufzubieten, Kinder so stark zu machen, dass sie mit der Macht der Bilder klar kommen. Wie stellen sich Familie und Schule dem wachsenden Medienangebot? Wo sind die Möglichkeiten, aus einer passiven Konsumentenrolle heraus zu einem aktiven und selbstbewussten Umgang mit Bildern und Bewegtbildern zu kommen? Fragen, die wir uns im visionale Team seit nunmehr über fünfundzwanzig Jahren stellen. Höchst spannende Antworten finden wir jedes Jahr in der Fülle von Einreichungen, aus denen wir in diesem Jahr eine Auswahl von 74 Filmen präsentieren dürfen. Jedes Jahr überlegen wir aber auch, wie wir das Festival verbessern können. In diesem Jahr haben wir die Alterskategorie der 20-27 jährigen und die Kategorie der Young professionals zu einer neuen Kategorie der YD (Young Directors) zusammengefasst. Wir wünschen uns damit eine Intensivierung des Austausches und der Diskussion unter den erwachsenen Filmemacherinnen und Filmemachern, ob sie nun an Filmhochschulen studieren oder nicht. Wo sind die Gemeinsamkeiten und wo gibt es vielleicht auch klare Unterschiede, das werden wir am Samstagabend - bis in die Nacht hinein - und am Sonntagnachmittag sehen können. Wir freuen uns auf einen lebendigen und anregenden Austausch. Bereits im letzten Jahr haben wir den Versuch gestartet, die Preise der Landeszentrale für politische Bildung durch das Publikum vergeben zu lassen. Die Anfangsschwierigkeiten aus dem letzten Jahr werden wir in diesem Jahr durch Veränderungen des Reglements vermeiden. Wir sind davon überzeugt, dass ein kompetentes Publikum gerecht und wertschätzend über die Filme im Sonderwettbewerb "absolut fremd" entscheiden wird. Unser herzlicher Dank geht an alle Künstlerinnen und Künstler, die ihre Filme eingereicht haben. Wir vertrauen auf Euch und Euren Mut, wir glauben an Euch. Wer eine Geschichte eigenständig erzählen kann, wird auch in der Lage sein, darüber hinaus einmal Geschichte zu schreiben. Vielen Dank also an Euch für Eure trashigen und witzigen, traurigen und krassen, selbstverliebten und bezaubernden Erzählungen: Ihr stiftet etwas das bleibt. Nicht nur zu unserem Vergnügen und dem Eures Publikums, sondern auch immer wieder dazu, Denkanstöße zu geben und bisher Geglaubtes und Gedachtes in Frage zu stellen. Viel Spaß mit dem Programm der visionale.

Die Veranstalter: Medienzentrum Frankfurt, Gallus Zentrum, Gallus Theater, Jugendamt der Stadt Frankfurt am Main, Filmhaus Frankfurt