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Memorial-Konzert für John Tchicai

John Tchicai

Kultur im Ghetto

»Memorial-Konzert für John Tchicai«

Jazz gegen Apartheid

Montag, 10.12.12 20.00 Eur 15/12

Nach schwerer Krankheit starb der weltbekannte Saxophonist John Tchicai am 8. Oktober 2012 in Perpignan. Viele durften mehr als 25 Jahre mit ihm arbeiten und beklagen die Kluft, die sein Tod hinterlässt.

Schon als junger Saxophonist verließ John Tchicai seine Heimatstadt Kopenhagen und beteiligte sich in New York - als einziger europäischer Musiker - an der Ausgestaltung des Freien Jazz. Nach seiner Rückkehr nach Europa begann seine Zusammenarbeit mit südafrikanischen Musikern Makaya Ntshoko und Johnny Dyani.

John Tchicai war daher oft Gast bei dem Projekt »Jazz gegen Apartheid - Zwischen Heimkehr und Exil« in Frankfurt am Main und würdigte das Werk Dyanis in zahlreichen Konzerten, Workshops und Symposien. In Frankfurt entstand die Pflege eines kulturellen Erbes, das im Südafrika der Apartheid diskriminiert und nach der Wende ignoriert wurde.  Seit 1986 teilten sich John Tchicai, Makaya Ntshoko und Harry Beckett die musikalische Leitung dieses Projekts. Frankfurt am Main war - nach Kopenhagen und New York - ein wichtiger Wirkungsort John Tchicais.

Das Memorial-Konzert mit einigen seiner jahrzehntelangen Weggefährten markiert nicht nur einen Abschied: In »Jazz gegen Apartheid« wird die unvergessliche Musik des südafrikanischen Exils weiterleben.

Die Mitwirkenden sind internationale KünstlerInnen und WeggefährtInnen von John Tchicai: Iréne Schweizer (CH), Makaya Ntshoko (Südafrika), Claude Deppa (Südafrika), John Edwards (GB), Christopher Dell (D), Daniel Guggenheim (CH), Tobias Delius (D).

Mit: Iréne Schweizer (p),Makaya Ntshoko (dr),Claude Deppa (tp),John Edwards (b),Christopher Dell (vib), Daniel Guggenheim (ts),Tobias Delius (ts)
Foto: Wilfried Heckmann

Kultur im Ghetto