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Die Reise nach Buenos Aires

Monika Lennartz

Im Rahmen von Kopfkarussell

Monika Lennartz

»Die Reise nach Buenos Aires«

Monolog von Amanita Muskaria

Sonntag, 14.10.12 19.00 frei

Eine Frau verliert ihr Gedächtnis. Walerka, über 80, pensionierte Lehrerin, schaut auf ihr Leben zurück. Momente krassen Gedächtnisverlusts wechseln mit Momenten erstaunlichen Scharfblicks. In ihrer eigenen Geschichte spiegelt sich auch die Geschichte Polens, und dies aus der Perspektive einer an Alzheimer leidenden Frau. Ein poetisches Stück, balancierend zwischen Tragik und Komik, ein Stück über individuelles und kollektives Vergessen.

Amanita Muskaria ist das Pseudonym der Schwestern Monika und Gabriela Muskala. Monika, geboren 1966, ist Übersetzerin und Autorin. Sie lebt in Österreich. Für polnische Bühnen und Verlage übersetzt sie deutschsprachige Theater- Autoren, wie Werner Schwab, Thomas Bernhard und Heiner Müller. Gabriela, geboren 1969, ist Theater- und Filmschauspielerin. Sie lebt in Polen. Sie war die Walerka der Uraufführung 2001 in Lodz und gastierte mit dem Stück in Großbritannien, Belgien, Ungarn, Rumänien und Armenien. Beim Internationalen Monodrama Festival Thespis in Kiel erhielt das Stück 2011 den ersten Preis.

Monika Lennartz wurde 1938 in Stettin geboren, wuchs in Thüringen auf und studierte von 1956 bis 1959 an der Filmhochschule Babelsberg. Erstes Engagement am Stadttheater Senftenberg. Ab 1962 Maxim-Gorki-Theater Berlin, wo sie 44 Jahre lang engagiert war. Hier Arbeit mit Regisseuren wie Thomas Langhoff und Rolf Winkelgrund.Wichtige Inszenierungen: 'Drei Schwestern', ' Weg nach Mekka', 'Übergangsgesellschaft' und 'Sommernachtstraum'. Schon frühzeitig Rollen bei Film und Fernsehen. Filmen wie 'Fünf Tage - Fünf Nächte', 'Lotte in Weimar', 'Bürgschaft für ein Jahr', 'Insel der Schwäne', 'Einer trage des anderen Last'. Seit 2007 freiberuflich tätig. So am Theater Konstanz und am Theater Potsdam. 2011 spielte sie in Bernd Böhlichs Film 'Bis zum Horizont, dann links', der 2012 ins Kino kam. Fürs Fernsehen in Rainer Kaufmanns Film 'Blaubeerblau'. Monika Lennartz lebt in Berlin. Spielt im 'Kaukasischen Kreidekreis' am Berliner Ensemble und gastiert mit Kleists 'Das Erdbeben in Chili' an verschieden Theatern.

»In dem Ein-Personen-Stück »Die Reise nach Buenos Aires« widmet sich nun das Theater im Palais diesem längst fälligen Stoff: Auf berührende Weise zwischen Tragik und Komik balancierend, schaut die an Demenz leidende Walerka auf ihr Leben zurück.......Regisseurin Renate-Louise Frost vertraut ganz auf ihre Darstellerin und lässt den großartigen Text für sich sprechen. Nur zwei Koffer, mehr braucht Monika Lennartz nicht, um die Bühne zum Ort einer geistig Heimatlosen zu machen. Ein aufschlussreiches, poetisches Stück « (Neues Deutschland, 26.3.12)

»Gespielt wird das "work in regress" von der wunderbaren Monika Lennartz, die unglaubliche 44 Jahre lang am Maxim Gorki Theater engagiert war und seit 2007 freischaffend arbeitet. Ihr gelingt es, die pensionierte Lehrerin Walerka in einem anrührend schönen Schwebezustand zwischen Verwirrung und Klarheit, Wachsein und Abdriften zu zeigen. Und dabei nie festzulegen, was von den Erinnerungen, Reflexionen, Selbstgesprächen, Phantasmen der über Achtzigjährigen wirklich stimmt und wann diese nur meint, dass es stimmt.« (Berliner Zeitung 24.2.12)

Die Veranstaltung innerhalb der Aktionstage zum Thema Demenz 'Kopfkarussell' wird ermöglicht durch die Unterstützung der Alzheimer Gesellschaft Frankfurt.

Spiel: Monika Lennartz
Inszenierung: Renate-Louise Frost
Übersetzung: Doreen Daume
Fotos: Jana Denhoven

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