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L'Histoire du Soldat / Die Geschichte vom Soldaten

Histoire du Soldat
Premiere/ Jubiläum

MUTARE Ensemble

»L'Histoire du Soldat / Die Geschichte vom Soldaten«

Igor Strawinsky - Charles Ferdinand Ramuz

Donnerstag, 27.09.12 20.00 Eur 15/11
Freitag,    28.09.12 9.00 Eur 5/5
Freitag,    28.09.12 11.00 Eur 5/5
Samstag,    29.09.12 20.00 Eur 15/11
Vormittagsvorstellungen für Schulen ab 3. Klasse nur mit Voranmeldung, Dauer:circa 60 Minuten

Erstmals tratJahr 1982 haben sich einige Musiker um die Komponisten Gerhard Müller-Hornbach und Claus Kühnl zusammengeschlossen und traten Anfang 1983 mit der Geschichte vom Teufelspakt des Soldaten erstmals an die Öffentlichkeit: das MUTARE Ensemble im TAT mit Igor Strawinskys »L'Histoire du Soldat«. Nach einer szenischen Umsetzung des MUTARE Musiktheaters im Jahr 1991 greifen sie nun zum 30. wieder auf dieses Stück zurück, diesmal allerdings in Zusammenarbeit mit dem Laubacher Figurentheater. So wird das bekannte Werk »L'Histoire du Soldat« in einer Version für Sprecher, sieben Musiker, Dirigent und Figurentheater aufgeführt.

Igor Strawinsky und Charles Ferdinand Ramuz (Text) lernten sich in der Schweiz kennen und entwickelten bald nach Ausbruch des 1. Weltkriegs die Idee, eine Art Wanderbühne zu gründen. Das Sujet war schnell gefunden in einer Anthologie russischer Märchen. Es ist die Geschichte vom Soldaten, der seine Seele (symbolisiert durch eine Geige) an den Teufel verliert, um Ruhm und Reichtum zu erlangen. Ramuz beschränkt sich auf vier Figuren: den Erzähler, der fast den gesamten Text und einen Teil der Dialoge vorträgt, den Soldaten, den Teufel und die tanzende Prinzessin. Dazu komponierte Strawinsky eine Partitur für 7 Instrumente. Aus der wirtschaftlichen Not geboren entwickelten Strawinsky und Ramuz eine neuartige Form von Musiktheater, die sich in ihrer Konzeption und ihrer Ästhetik grundlegend von der Oper, dem beherrschenden Typus des 19. Jahrhunderts unterscheidet. Es wird nicht gesungen, sondern der Text wird gesprochen; Musik und Sprache sind weitgehend getrennt und ergänzen einander ohne sich zu behindern. Es geht nicht um Illusionen, sondern in jedem Moment um Klarheit und Offenheit. Die Musiker sind nicht im Graben versteckt, sondern sichtbar auf der Bühne plaziert.

Das MUTARE Ensemble realisiert das Stück mit dem Laubacher Figurentheater und dem Sprecher Günter Henne. Sowohl das Sujet als auch die Umsetzung sind für ein Publikum geeignet, das von Kindern bis zu Erwachsenen reicht. Der märchenhafte Stoff und seine offene direkte Umsetzung bieten Anknüpfungspunkte für die unterschiedlichsten Sichtweisen. Ein Musiktheater, das trotz einfacher Mittel und reduziertem Aufwand keine Kompromisse in bezug auf seinen künstlerischen Anspruch macht. Es behandelt noch heute aktuelle Themen, indem es (an der Börse gewonnenen) Reichtum und daraus erwachsende Macht gegen die Integrität einer harmonischen Persönlichkeit auf der Suche nach Zufriedenheit und Glück stellt.

Mit: Barbara Kummer (Violine), Hedwig Matros (Kontrabass), Ulrich Mehlhart (Klarinette), Margaret Dudley (Fagott), German Marstatt (Cornet à Piston), Norbert Hardegen (Posaune), Agnieszka Koprowska-Born (Schlagzeug)
Ausstattung, Figurenbau und Spiel: Klaus Dreier
Sprecher: Günter Henne
Leitung: Gerhard Müller-Hornbach

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