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Ungerahmtes

Ausstellung

Christiane Siebert

»Ungerahmtes«

Acryl auf Leinwand

Montag, 14.09.09 20.00 frei

Die Frankfurter Malerin Christiane Siebert zeigt in unserem Foyer zwei unterschiedliche Bilderserien, beides Acryl-Arbeiten auf Leinwand. Eine zeigt die Auseinandersetzung der Malerin mit »Polarisierung« und »Spannung« anhand der Farben Blau und Grün. Die grünen faserigen an Pflanzenteile erinnernden Elemente scheinen auf dunklem Blau zu schwimmen und leuchten daraus hervor. Jedoch sind sie keinesfalls der Gefahr des Untertauchens ausgesetzt, denn eine klare Umgrenzung ihrer fasrigen Form die hell zwischen beiden Farben spielt, bietet ihnen einen sicheren Grund, und schafft gleichermaßen Distanz zum sie umgebenden Blau.

Die Beschäftigung mit der »Farbe Weiß« und deren Wechselwirkung auch in verschiedenen Abstufungen von Weiß führte zu den Arbeitsergebnissen der zweiten Serie. Weiß, nicht immer als Farbe, sondern häufig auch als die Abwesenheit von Farbe, als der »neutrale Grund« , wahrgenommen, ist insofern ein »Grenzfall« von »Farbe«. Aber gerade durch die sehr variablen Möglichkeiten, auch Antipoden wie z.B. Fülle und Leere gleichermaßen auszudrücken und durch ihr Potential an Offenheit und Freiheit, was jedoch auch Undefinierbarkeit und Schemenhaftigkeit beinhaltet, übt Weiß eine starke Faszination aus. Es läßt sich nicht einfangen, nicht festlegen, bezieht keine Stellung, läßt keine eindeutige Identität erkennen. So steht Weiß als Metapher des Absoluten für Anfang und Ende. Bei Weiß fallen die Grenzen lautlos, unspektakulär und unbemerkt.

Christiane Siebert hat sich an privaten Kunstschulen mit Collagen und anderen Techniken auseinandergesetzt und war mehrmals zu Studienaufenthalten zur Malerei in Frankreich. Seit Anfang der 90er Jahre sind ihre Arbeiten sowohl in Gruppenausstellungen als auch in mehreren Einzelausstellungen in Galerien und Ausstellungsräumen präsentiert worden.

»Was mich fasziniert an der Malerei Christiane Sieberts, ist das Gegensatzpaar »streng« und »spielerisch«: Das erzeugt enorme Spannung mit sparsamsten Mitteln. Wir sitzen unter der Zirkuskuppel, aber nicht ratlos, viel eher betrachten wir staunend und amüsiert, mitunter mit leichtem Gruseln die Ereignisse in der Manege, die uns die Zirkusdirektorin Christiane Siebert mit lockerer Hand und heißer und kalter Nadel sehr minimalistisch vorführt.« (Almut Aue)

Die Ausstellung ist geöffnet Mo. - Fr. von 14.00 bis 18.00 Uhr und zu den Theaterveranstaltungen bis 24. Oktober 2009