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In die Tiefe

o.T. 03-09-2007
Ausstellung

Hide Nasu

»In die Tiefe«

Raum-Bilder-Malerei

Sonntag, 30.9.07 18.00 frei

In Kooperation mit dem Kulturamt Frankfurt zeigen wir in dieser Saison vornehmlich Künstler, die für das Frankfurter Atelierprogramm ausgewählt wurden. In unserem Kunst Foyer präsentieren wir nun im Oktober Hide Nasu - 'einen Grenzgänger zwischen Raum und Zeit'

»Hide Nasu, 1950 in Yono geboren, lebt seit 1977 in Deutschland. Nach seinem Kunststudium an verschiedenen Hochschulen entwickelte er seit den frühen 80er Jahren eine räumlich vielschichtige Malerei, die stets auf einer engen Beziehung zum architektonischen Kontext basiert.

Seine meist aus mehreren quadratischen oder rechteckigen Bildfeldern bestehenden, jeweils mit unterschiedlichen Texturen bemalten Bilder oder Werkgruppen thematisieren einerseits die wahrnehmungs-ästhetischen Koordinaten des Innen- und Außenraumes, werden gleichsam zu dessen zweidimensionalen 'Spiegelbildern', andererseits lassen sie uns aufgrund ihrer innerbildlichen sensiblen Texturen die Vorstellung eines abstrakten 'geistigen' Raumes erfahren. Subtil kolorierte, monochrome oder tonal changierende abstrakte Farbräume, die der Künstler unter Einbeziehung von feinstem Japanpapier und mit Hilfe der Technik der Enkaustik erarbeitet, stehen Bildfeldern gegenüber, die ihre Ausdruckskraft aus der Präzision konkreter geometrischer Formen und Farbflächen entfalten. Hell wird mit Dunkel, Fläche mit Raum, Konkretes mit Fließendem, Raum mit Zeit, Natur mit Kultur, Denken mit Fühlen in eine kompositorische Einheit übertragen. Seine Bilder sind raum-zeitliche Konstellationen, die die Polaritäten des Lebens und schöpferischen Handelns umschreiben.

Das Motiv des malerisch vielschichtigen 'Spiegelbildes' wird bei Nasu zum Resonanzboden für bildnerische Reflexionen über Kunst und sichtbare Realität. Geometrische Formen stehen diesen in einem polaren Harmonieverhältnis gegenüber, mit dem der Künstler die Klarheit des Denkens umschreibt. Das immer wiederkehrende Quadrat, in dem sich dieser zur Harmonie strebende Dialog abspielt, wird zur bildnerischen Metapher für die Welt, in der sich reale und imaginäre Energien symbolhaft für eine kurze Zeit zu einer überzeitlichen, meditativen Einheit zusammenfinden.

'Welt' spiegelt sich auch in Nasus quadratischen 'Spiegelteichen', mit Wasser gefüllten flachen schwarzen Wannen, die der Künstler in seinen Ausstellungen auf dem Boden meist so plaziert, dass sich auf ihrer Oberfläche die gegenwärtige Umgebung reflektiert. Die 'Spiegelteiche' eröffnen damit einen spannungsvollen Dialog zu den korrespondierenden Bildern, dem architektonischen Kontext und dem Betrachter.« (Dr.Rolf Lauter, Museumsdirektor der Kunsthalle Mannheim )

Im Anschluss an die Vernissage gibt es die Möglichkeit, die Butoh-Tanz-Performance von Tadashi Endo mit seinem Stück »One-Nine-Four-Seven« zu besuchen.

Die Ausstellung ist geöffnet Montag bis Freitag von 14 -18.00 Uhr und zu den Theaterveranstaltungen bis 28. Oktober 2007