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Nachtasyl

Frau mit Zigarette
Ausstellung

Liia Kängsepp

»Nachtasyl«

Malerei

Montag, 11.6.07 20.00 frei

Ganz traditionell arbeitet die Künstlerin Liia Kängsepp: Öl und/oder Acryl auf Leinwand. Was sie aber auf ihren vornehmlich großformatigen Gemälden dem Betrachter entgegenwirft, ist einzigartig. Auf kontrastreichem Farbhintergrund scheinen die zumeist zentral gesetzten, übergroßen Menschengestalten sich aus der Leinwand heraus dem Betrachter aufdrängen zu wollen.

Sie vereinnahmen ihn mit einem direkt auf ihn gerichteten Blick, mit einer eine Zigarette oder ein Glas haltenden, hervor gereckten Hand, mit einem ihm provokant zugewandten Mund ... Alle Sinne werden angereizt - nicht nur das Sehen. Man hat den Eindruck, den Wein zu schmecken, der im Glas ist, den Rauch zu riechen, der der Zigarette entströmt, ja selbst das Lachen zu hören, das aus den Mündern bricht. Auch bei den in satten, schrillen Farben gesetzten Landschaften ist der Betrachter angehalten, mit all seinen Sinnen dabei zu sein. Nahezu kontrapunktisch wirkt die junge, zarte Frau selbst, die diese Arbeiten erschaffen hat. Liia Kängsepp ist 1976 in Kaagjärve in Estland geboren. 1998 zog sie nach Frankfurt, bewarb sich ein Jahr später an der Staatlichen Schule für bildende Künste - der Städelschule -, wurde dort im Jahre 2000 aufgenommen in die Klasse von Christa Näher, und schloß ihr Studium »Freie Malerei« nach 10 Semestern ab.

Sie ist Mitbegründerin der Künstlergruppe »Labyrinth«, stellt seit 2000 ihre Werke in Gruppen- oder Einzelausstellungen regelmäßig aus. Seit 2006 arbeitet sie in mit Künstlerkolleginnen gemeinsam angemieteten Atelierräumen in der Borsigallee.

Die Ausstellung ist geöffnet Montag bis Freitag von 14 -18.00 Uhr und zu den Theaterveranstaltungen bis 7.Juli 2007



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