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Warum das Kind in der Polenta kocht

Ensemble 9. November Ensemble 9. November

Ensemle 9. November (E9N)

»Warum das Kind in der Polenta kocht«

Musiktheater in 19 Bildern nach dem Roman von Aglaja Veteranyi

Donnerstag, 02.11.06 20:00 Eur 13/10
Freitag,    03.11.06 20:00 Eur 13/10
Samstag,    04.11.06 20:00 Eur 13/10

Der 1999 erschienene und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Roman erzählt die Geschichte einer Zirkusfamilie, die aus Rumänien in den Westen flieht, dort aber fremd bleibt und auseinander bricht. Die Mutter hängt tagtäglich an den Haaren in der Zirkuskuppel. Um die Angst der jüngeren, die Mutter könnte abstürzen, zu vertreiben, erzählt die große Schwester schauderhafte Geschichten, wie die vom Kind, das in der Polenta kocht.

Die Autorin Aglaja Veteranyi, 1962 als Zirkuskind in Bukarest geboren und nach der Flucht in Afrika, Süd-Amerika und der Schweiz aufgewachsen, hat darin auch eigene Kindheitserfahrung verarbeitet. Durch die sprachliche Buntheit entsteht ein hochexplosives Gemisch aus Sprachakrobatik und Sprachlosigkeit, Naivität und Wissen. Wir sitzen währenddessen staunend auf dem west-östlichen Diwan der Kulturen.

Der Romantext dient der theatralen Konzeption des Stückes als Grundlage. In der akustisch visuellen Sprache von Aglaja Veteranyi kreischen Hühner international, hat sie am liebsten Menschen, die essen oder gekocht werden, und schildert eine Spezialabteilung im Himmel für Artisten. »Die künstliche Sprache führt sowohl zu Komik als auch zu Trauer und Ängsten.« (Hardy Ross)

Die auf der Bühne gezeigten Amateurfilme mit skurrilen Plots, vom Vater gedreht und von der Familie gespielt, stellen einen Kosmos voller Witz und Wärme dar. Man weiß nicht, wo das Leben anfängt und der Zirkus aufhört.

In der Inszenierung verschmelzen multimedial Film, Theater und Musik, die von 4 Musikern an 20 Instrumenten gespielt wird. 3 Darstellerinnen und ein stummer Darsteller zeigen in einem komisch tragisch-chaplinesk choreographierten Spiel mit Gesang auf einer multifunktionalen farbigen Bühne die Welt des Kindes, und warum es in der Polenta kocht, oder auch nicht.

»Das Ensemble 9. November ist eine kleine Traummaschine, die mit wenigen Mitteln Großes schafft - auch diesmal geht ihr ungewöhnliches Konzept auf.« (Main-Echo)

»Helen Körte hat daraus einen revuehaft strukturierten Abend geschöpft, der bei aller Unterhaltsamkeit in steter Bodenhaftung an ihrem Kern bleibt.« (Offenbach Post)

Schauspiel: H.Linde, K. Schyns, R. Siikavirta
Musik: J. Hunstein, M. Lejeune, I. Kleine-Wiskott, T. Neumann
Film: Th. Brenneis, S. Schnabel
Kostüme: M. Berghoff
Bühne/Objekte: W. Fiebig
Komposition und musikalische Leitung: M. Lejeune
Regie: Helen Körte

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