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Zwei Positionen

Arbeiten von Dominique Chapuis Arbeit von Detlef Kleinen

Ausstellung

Dominique Chapuis & Detlef Kleinen

»Zwei Positionen«

Konkrete Kunst und Arte Povera

Dienstag, 5.9.06 - 20:00 frei

Die beiden Frankfurter Künstler Dominique Chapuis und Detlef Kleinen stellen in ihrer gemeinsamen Ausstellung bei uns im September zwei Positionen vor:

Dominique Chapuis, 1952 in Frankreich geboren, lebt seit 1989 in Frankfurt und arbeitet als frei schaffende Künstlerin. Sie hat ihre Arbeiten schon in vielen Ausstellungen in Frankreich und Deutschland sowie anderen Ländern präsentiert.

Das Grundthema ihrer künstlerischen Arbeit ist die Auseinandersetzung mit Fläche und Raum, wobei durch Einbeziehung des Streifens die Tiefenwirkung des Raumes betont werden kann. Dabei sieht sie dieses Gestaltungselement nicht formal begrenzt, sondern nutzt seine Möglichkeit als Band, als Linie, hin zur imaginären Form. Im malerischen Bereich erzielt sie räumliche Wirkungen über hell- dunkel Kontraste von Farbe. Auf der zweidimensionalen Arbeitsebene versucht sie zum einen, flächig zu bleiben und zum anderen, ein räumlich-kompositorisches Ergebnis zu erzielen. Dabei arbeitet sie mit Streifenprofilen unterschiedlicher Materialien (Holz, Pappe, Kunststoff) zur Verstärkung des dreidimensionalen Eindrucks.

Im Bereich der Objekte untersucht sie den Übergang zweidimensionaler Elemente in die Räumlichkeit ihrer Umgebung. Dabei erreicht sie eine Auflösung der begrenzten Form durch serielle Aufstellung mehrerer Objekte, so dass aus der Addition verschiedener Stelen oder Kuben ein neues, Offenheit signalisierende Gesamtbild entsteht.

Detlef Kleinen, Jahrgang 1955, ist von Kindheit an fasziniert von allen möglichen Sedimenten natürlicher und kultürlicher Abkunft, weil es sich bei diesen haptischen Objekten um greifbare Zeugnisse von Zeitspuren und -abläufen handelt - egal ob sie sich widerspiegeln in organischem und anorganischem Material, oder ob sich an Artefakten die Spuren kultureller Umgestaltung natürlicher Stoffe ablesen lassen. In diesem Spannungsfeld natürlichen wie humanen Einwirkens auf seine Rohmaterialien in der Vergangenheit, für die auch die Gegenwart nur ein Durchgangsstadium ewiger Veränderung ist, bewegen sich Kleinens Arbeiten.

Schwerpunkt seiner Tätigkeit der letzten Jahre ist die Arbeit mit Flusskieseln, die er sammelt und sortiert, um ihnen in mosaikhaften reliefartigen Zusammenstellungen wieder einen Teil jener Bewegung einzuhauchen, die ihnen in Jahrmillionen ihre heutige Form gab. So entstehen Strudel und Strömungen, Tränen und Tropfen, und selbst in angedeuteten Sandstrukturen eines Hintergrundes scheint dieser sich zu öffnen in den unendlichen Raum. Da nichts Vergängliches wirklich vergeht, sondern nur seinen Ort im Kreislauf von Raum und Zeit verändert, bewegt sich auch der Stein-an-sich; und Bewegung bedeutet Leben.

Die Ausstellung ist geöffnet Mo. - Fr. von 14.00 bis 18.00 Uhr und zu den Theaterveranstaltungen bis 30. September 2006.