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Knoten

hArt times theater

hArt times theater (Hannover)

»Knoten«

nach Ronald D. Laing

Donnerstag, 8.6.06 - 20:00 Eur 10/6

Die Protagonisten Jack und Jill machen mit einer entwaffnend exakten Kenntnis aller Verhaltensmechanismen die komplexen Formen menschlicher Interaktion durchsichtig. Mal verspielt, mal verletzend, aber mit großer Wahrhaftigkeit geben sie tiefe Einblicke in ihre Gedanken. Dabei offenbaren sie sich so ehrlich, dass sie Verunsicherung hervorrufen: Ein verrücktes Spiel, das die Augen öffnet und nachdenklich macht, das einen Spiegel vorhält, in dem man auch sich selbst erkennt.

Das Theater hArt times dramatisiert Ronald D. Laings Buch 'Knoten' mit den szenischen Mitteln der Montage und Spiegelung, der Rhythmisierung der Sprache und des fließenden Übergangs zur theatralen Gruppenaktion auf der Grundlage der Live-Musik der beteiligten hArt times band. Der britische Kult-Psychiater der 60er und 70er Jahre Ronald D. Laing hat in seinem Buch die lautlosen Dialoge aufgezeichnet, die nahezu unbemerkt unsere Beziehungen zugrunde richten. Laing abstrahiert die reale Situation, in der Interaktion passiert, zu verbalen Modellen und löst sie in kleinste, momenthafte Ausschnitte auf: »... Um sie zu benennen, drängen sich Begriffe auf wie Knoten, Verflechtungen, Schnittpunkte, Sackgassen, Sprünge, Wirbel, Bindungen.. .sie sind hinlänglich unabhängig vom 'Inhalt' und lassen die endgültige formale Eleganz dieser Gewebe erahnen.«

Das hArt times theater ist ein seit 5 Jahren bestehendes Theaterprojekt über Psychiatrie und Psychiatrieerfahrung. Es ist Teil der künstlerischen Arbeit der psycho-sozialen Kontaktstelle Gruppe Soziale Selbsthilfe e.V. in Hannover.

»...mal verspielt rhythmisch, mal tragisch und manchmal witzig.. nicht schön, doch schön verletzend, irritierend...im ausverkauften Alten Magazin haben die Zuschauer Spaß an diesem im positiven Sinne ver-rückten Spiel.« (HAZ, 17.10.05)

»... eine klar umrissene Inszenierung, die, mit viel Sinn für Ästhetik, weit über die Aneinanderreihung von Szenen und Sketchen hinausgeht.. so bleibt am Ende der Eindruck, etwas Besonderes erlebt zu haben.« (stadtkind, März 2006)

Mit: 10 Spielern und 3 Musikern
Regie: Frank Matzke

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