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Bunbury oder Die Kunst, ernst zu sein

Susanne Lamertz und Angela Waidmann  Victor Vössing und Angela Waidmann

maintheater Frankfurt

»Bunbury oder Die Kunst, ernst zu sein«

von Oscar Wilde

Freitag, 30.9.05 20:00 Eur 13/10
Samstag, 1.10.05 20:00 Eur 13/10
Sonntag, 2.10.05 20:00 Eur 13/10
Montag,  3.10.05 20:00 Eur 13/10

The Importance of Being Earnest gilt als Wildes bestes Werk und als eine der glänzendsten Komödien der Weltliteratur.

Mit dieser »trivialen Komödie für ernsthafte Leute» überwand Wilde die in den frühen Komödien zu beobachtende störende Diskrepanz zwischen Melodram und geistreicher Konversation, indem er das dramatische Geschehen als amüsante Farce gestaltete, die von einer absurden Lügen-Logik lebt. »Bunbury oder Die Kunst, ernst zu sein« spielt mit dem Gleichklang und der Doppeldeutigkeit von »ernst« als Namen und als Eigenschaft. Im Stück erlangt die Figur des Ernst entscheidende Bedeutung, obwohl sie reine Erfindung ist und nur dem Namen nach existiert. Charakterkomik und eine blitzende Gesprächsführung um zwei beschäftigungslose, reiche Dandys und Mädchen der damaligen englischen upper-class sind in »Bunbury« auf überzeugende Weise verbunden....

Damalig? und wirklich nur in der englischen...? Das maintheater Frankfurt hat die »furiose Täuschungs-, Veralberungs-, und Verlobungsposse« (Georg Hensel) nicht als viktorianische l'Art pour l'Art inszeniert, sondern als absurde Verzerrung von Gefühlsverhältnissen. Die Umsetzung ist keinesfalls naturalistisch. So werden die zwei älteren Damen von Männern verkörpert, die sich in keiner Weise als Frauen kaschieren. Äußerlichkeiten und Lebenslügen folgen in Zeiten der Internet-Chats sicher anderen formalen Regeln als zu Wildes Zeiten. Aber, und darin liegt die Aktualität von Bunbury, Regeln sind im Spiel dann wichtiger, als eine spontane Gefühlsbeziehung.

Bunbury beschreibt dieses Missverhälnis zwischen Schein und Sein mit dem Unterschied, dass hier die Lüge nicht bestraft, sondern belohnt wird. Über diesen Unsinn kann uns Wildes Stück auch heute unter anderen gesellschaftlichen Bedingungen zum Lachen bringen.

»In dieser Komödie wird das Missverhältnis zwischen Schein und Sein beschrieben mit dem Unterschied, dass hier die Lüge nicht bestraft, sondern belohnt wird.«

»Löblich ist die Klarheit des Regiezugriffs auf Oscar Wildes Gesellschaftskomödie...Wenn 'Bunbury' mit seinen Vertauschungen, Parallelismen, Aphorismen immer schon zwei Fußbreit über dem Boden schwebte, macht Regisseurin Conrad vollends ein Stück Artistik daraus...Das nichts davon platt wirkt, liegt am unangestrengten Spiel auf der requisitenarmen Bühne.« (FNP)

»...eine hochspannende Geschichte, die ... keine Sekunde Langeweile aufkommen lässt - und gleichzeitig Nachdenkliches mit auf den Weg gibt. Stéphane Bittoun, Andreas Haardt, Susanne Lammertz, Angela Waidmann, Nanad Smigoc und Victor Vössing ... lassen uns den Atem stocken ... Eine großartige Inszenierung.« (Offenbach-Post)

»Das maintheater spielt mit Schmackes...« (FR)

Mit: Stéphane Bittoun, Andreas Haardt, Susanne Lammertz, Angela Waidmann, Nenad Smigoc, Viktor Vössing
Regie: Michaela Conrad

Susanne Lamertz und Angela Waidmann Stéphane Bittoun, Susanne Lammertz, Andreas Haardt, Viktor Vössing , Angela Waidmann, Nenad Smigoc