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Kurzer Prozeß mit der Gegenwart - Griess gegen Griess

Robert Griess

Robert Griess (Köln)

»Kurzer Prozeß mit der Gegenwart - Griess gegen Griess«

Eine Polit-Kabarett-Live-Sitcom

Mittwoch, 9.3.05 20:00 Eur 13/10

Kurz vor seinem 40. Geburtstag findet sich Griess jede Nacht in einer TV-Gerichtsshow wieder. Sein 20jähriges Ich macht ihm den Prozeß. Richterin in der Sache »Griess gegen Griess«: Barbara Salesch. Als Zeugen in diesem Schau-Prozess tauchen auf: Waldorf-Schüler, Eurhythmie tanzende Innenminister, »christlichen Buddhismus« praktizierende Neue-Mitte-Menschen, Sozialdemokraten, die das Proletariat nur noch in den Nachmittags-Talk-Formaten der Privatsender entdecken, sowie Kerner, Beck-mann und Christiansen, die im Namen der Quote sogar mit Adolf Hitler talken.

Robert Griess rechnet ab: Mit der Politik, dem Kapitalismus, dem Fernsehen, mit sich selbst! Wo sind Ideale und Engagement? Welche Drogen verträgt man mit 40 noch? Messerscharf und bitterböse geht es zur Sache: Ob Griess als Manager Kinderarbeit zum Konjunkturmotor hochlobt oder als TV-Redakteur eine Hilfskampagne für Afrika bewirbt (»Abnehmen in Angola - Hungern wie die Einheimischen«) - bei ihm gibt es Politik für Romantiker, Mobbing für Fortgeschrittene, Weltwissen für Erwachsene! In seiner satirischen Bestandsaufnahme sorgt er für Orientierung in einer orientierungs-losen Zeit und zeigt, wie man auch in einer hochkomplizierten Welt bestehen kann, in der jeder Bescheid weiß, aber keiner mehr durchblickt.

Ein Abend, in dem »Griess gegen Griess« poltert, hadert und polemisiert - sehr zum mentalen Gewinn des Publikums. »Der Deutsche Meister des schwarzen Humors« (Rheinische Post) ist der lebende Beweis dafür, dass politisches Kabarett jenseits des TV-Einheitsbreis ein sehr lebendiges Dasein führt.

Lust bekommen auf eine Portion Griess? Unter der Regie von Tony Dunham macht er jetzt bei uns wieder mal kurzen Prozeß mit der Gegenwart.

Der Kölner Kabarettist Robert Griess gewann mit seinen Bühnenprogrammen mehrere Kleinkunstpreise. Er ist Autor für Radio und TV (»Scheibenwischer«, »Käpt'n Blaubär«, Hallervordens Spottlight ...) sowie verschiedene Zeitschriften und auch für Kabarett-Kollegen wie das Düsseldorfer Kom(m)ödchen, die Leipziger Pfeffermühle, Anka Zink oder Thomas Freitag.

»Wahrlich ein Psycho-Polit-Kabarett-Thriller vom Feinsten.« (Mainzer Rhein-Zeitung) »Sein Erzähltalent und Gespür für komische Situationen ist einfach gnadenlos gut. Ein satirisches Trommelfeuer.« (Aachener Zeitung)

Von und mit: Robert Griess
Regie: Tony Dunham

Robert Griess