Lieder zur Trommel und Beat-Gedichte
Rolf Schwendter/Hadayatullah Hübsch
»Lieder zur Trommel und Beat-Gedichte«
Donnerstag, 2.10. - 20.00
Freitag, 3.10. - 20.00
Samstag, 4.10. - 20.00
Zwei Stars der Underground- und Alternativbewegung bringen ein volles Drei-Tage-Programm mit Bekanntem und New Stuff! Jeden Abend eine andere Show, teils Solo aber auch im Duo. Rolf Schwendter ist in der Szene als fliegender Alternativprofessor seit Jahren bekannt. Trotz Engagements in 1001 Gruppen (von SDS bis Öko-Bank) und Professur in Kassel (er hat das Standardwerk über Alternativkultur geschrieben) ist er ein echt wienerischer Lebenskünstler, Superkoch und Dichter geblieben. Seine »Lieder zur Trommel« (Rotbuch 1980) sind ekstatisch-humorvolle Ausbrüche voll funkelnden Sprachwitzes. Mehr als 1500 Lieder und Gedichte sind dabei größtenteils noch unveröffentlicht. Eine Auswahl davon wird der schwergewichtige Poet, singend zur Kinder-Trommel, an den drei Tagen vorstellen. Hadayatullah Hübsch ist nicht weniger bekannt als Szene-Aktivist: Von der Ostermarsch- über die Studentenbewegung, Kommune I und Drogen-Erfahrung, Yoga und Zen-Buddhismus konvertierte er schließlich zum Islam. Seine zahlreichen Bücher und Veröffentlichungen ausgeflippter Lyrik, seine Hörspiele und Lese-Performances, dokumentieren seine künstlerische Sezierarbeit an der Sprache, seine Gratwanderung zwischen verschiedenen Kulturen. Sein dadaistisch eruptiver Stil hat gerade in letzter Zeit wieder größere Resonanz bekommen. Der Auftritt im Januar mit »Do It Again« ist sicher vielen noch in Erinnerung. Rolf Schwendter beginnt am Donnerstag mit einer Auswahl neuer und alter Gedichte unter dem Titel »The best of R.S.«. Zusammen mit Hadayatullah Hübsch tritt er am Freitag in den »Sänger/Wett/Streit«. Nach einer Pause wird Rolf Schwendter das von einigen Fans gewünschte Programm »Balladen und Moritaten zur französischen Revolution« noch einmal auflegen. Am Samstag präsentiert Hadayatullah Hübsch sein neues Programm »Poetry Performances«: Dadaistische Querdenkereien mit flatschigem Ulk, bösernste Balladen mit Rap-Hip-Hop-Quatschnichtdazwischen-Gedichten und viel action! Zum Ausklang des Wochenendes versuchen beide Protagonisten ihre Zuschauer mit »Gedichten zum Saalausräumen« endgültig zu vergraulen. Bis zum nächsten mal wenigstens.
