Modern Jazz
James Emery
»Modern Jazz«
, 16.10. - 20.30
Ende der 60er Jahre, im Zuge des Free-Jazz und der Absorbierung fremder Musikkulturen, summierten sich die bisherigen Techniken und Ausdrucksformen des Jazz zu einem Stil der totalen Synthese. Unter Einfluß der Postseriellen nutzten manche Sologitarristen ihr Instrument als Experimentierfeld und erzeugten bis dahin ungeahnte Klänge.
Wie Derek Bailey und Hans Reichel, so ist auch der Amerikaner James Emery ein Repräsentant dieser Richtung. Bekannt geworden durch sein Mitwirken im »String Trio of New York« (zusammen mit Billy Bang, Geige und John Lindberg, Bass), demonstrierte er schon in dieser Guppe die Dialektik zwischen swingendem Linienspiel und dissonanten Klangabstraktionen.
Neben seiner Lehrtätigkeit am »Creative Music Studio« in Woodstock und der Leitung seines Quartetts, spielt er mit Anthony Braxton, Leroy Jenkins, dem »Human Arts Ensemble« und dem Synthesizerspieler Richard Teitelbaum.
Am 16. Oktober wird James Emery ein Solokonzert im Gallus-Theater geben.
