Leonce und Lena
Ignous
»Leonce und Lena«
Donnerstag, 26.6.86 - 20:00
Freitag, 27.6.86 - 20:00
Samstag, 28.6.86 - 20:00
»Man kann Theater »machen« und spielen. Jürgen Schirrmacher spielt. Er spielt nicht nur Rollen, Stücke, Situationen. Er spielt auch mit den Möglichkeiten des Theaters, mit Texten, Personen und Handlungen.« (FAZ) So ist es kein Wunder, daß von Büchners Text »Leonce und Lena« nicht mehr viel übrig bleibt. Doch Büchners Diktion, seine frühsozialistische Erkenntnis hat nichts von ihrer Treffsicherheit eingebüßt. Das Lustspiel wurde auf zwei handelnde Personen, eine Nebenrolle und eine Videokamera reduziert. Menschen und Kamera agieren gleichzeitig.
Der Witz, der glitzernd und funkelnd in Büchners Stück aufleuchtet, die Skurilität und Anarchie der Figuren, die Gegensätze von Freiheit und Unfreiheit, Romantik und Alltäglich durchziehen das Stück.
Eine kritische Kultur als Keimzelle, die andere durchdringt und sich hoffentlich durchsetzt, ist der Treibsatz im Bewußtsein, ein Funke, der über das Theater hinaus zünden kann.
