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Großer Attraktor - komplett mit La Bourse

Michael Sell u. Ensemble

Michael Sell und Ensemble

»Großer Attraktor - komplett mit La Bourse«

2 Konzerte

Dienstag, 17.9.19 - 19.00 Eur 15/12 Vorbestell
Mittwoch, 18.9.19 - 19.00 Eur 15/12 Vorbestell

Zwei variierende Konzerte von Michael Sell mit einer Uraufführung stehen in diesem Jahr auf dem Programm.

Michael Sell (1942) ist Komponist und Schöpfer einzigartiger Musizierweisen. In Königstein (Taunus) als Kind von Musikern geboren, studiert er zunächst Politologie und Naturwissenschaften, wechselt jedoch bald zur Musik. Als Trompeter ist er Verkünder des freien Jazz, bevor er ab 1978 seinen Schwerpunkt auf kompositorische Arbeiten verlagert: der Komponist, Mitglied der Darmstädter Sezession, steht im 40. Berufsjubiläum.

In diesem Herbst gibt es die Komposition »Großer Attraktor« komplett mit den konzertanten Szenen I,II,III,IV für Sopran, Mezzo-Sopran, Countertenor, Bariton und großes Orchester (UA) von Michael Sell und die konzertante Interpretation von »La Bourse« des G.P. Telemann aus dem Jahre 1720 vom Liebfrauenberg in Frankfurt am Main der Welt überlassen, Fassung für Trompete, Viola, Schlagzeug und großes Orchester op 12794.

»La Bourse« nimmt Bezug auf Telemanns Vertonung des Börsenkrachs vor 295 Jahren. Es wird diesmal in einer Fassung für Trompete, Viola, Schlagzeug und großes Orchester gespielt.

In dem diesjährigen Konzertzyklus stellt der Komponist der zeitgenössischen Moderne eine Uraufführung und Werke aus den zurückliegenden Jahren vor, die wieder für überraschende Hörerlebnisse sorgen werden.

FAZ: ... Sells Kompositionen...sind grenzüberschreitend, provozierend, ungewöhnlich; originell, skurril, nervös, lautstark...eines sind sie nicht: postmodern und lau...

»Da aber bei der Scheinwelt Kunst im Gegensatz zur Scheinwelt Börse immer klar ist, dass nur gespielt wird, war es eine wahrhaft beglückende, vierteilige Börsensitzung. Da waren selbst die wildesten Kurssprünge, Spekulationskäufe und gellenden Abstürze, für die Sells zerklüftete, rasant-rabiate Klangsprache wie geschaffen ist, als ohrenfällige Gewinnmitnahmen hochwillkommen.« (FR 2002)

»Querschläger der Avantgarde« titelte die FAZ zum Konzert anlässlich von Michael Sells 75. Geburtstags bei uns. Wolfgang Sandner bescheinigt Sells »aberwitzigen, komplexen, ausgesprochen sperrigen Kompositionen« aber auch »Faszination, Bewunderung, ob der Kunstfertigkeit der musikalischen Gebilde... vor allem wenn diese kolossalen Skulpturen so überaus kompetent und klangtechnisch souverän präsentiert werden wie hier in einem bestens Sell-erprobten, zwanzigköpfigen Trompetenorchester mit Horn und dem stupend alle Klippen der Partituren meisternden Hölderlin Trio sowie zwei jungen Gesangssolisten, die man nicht hoch genug loben kann.« (FAZ 21.9.17)

Es ist das elfte Projekt, das wir zusammen mit dem zeitgenössischen Musiker und Komponisten aus Frankfurt im Gallus Theater realisieren (seit 1999).

Solisten::
Trompeten: Paul Hübner
Trompete, Alphorn, Euphonium: Lutz Mandler
Countertenor,Trompete, Alphorn, Euphonium: Jeff Mack
Bariton: Johannes Hill
Sopran: Maren Schwier
Mezzo-Sopran: Martha Jordan
Horn: György Zsovar
Viola: Annegret Mayer-Lindenberg
Percussion: Yuka Ohta
Flöte: Helmut W. Erdmann
Tenorsaxophon: Giuseppe Gambioli
Schlagzeug: Fumika Namba
Trompetenorchester mit Horn: Michael Sell u.a.
Blechbläser - Supervision: Malte Burba
Assistenz: Frank Heckel
Gesamtleitung: Michael Sell

Karten: Voll 15,00 Euro
Karten: Ermäßigt 12,00 Euro

Michael Sell u. Ensemble Yuka Ohta