Michael Koschate, 1958
Ausstellung

Michael Koschate

»NACHGELASSENES und NACHGETRAGENES«

Bilder und Zeichnungen

Donnerstag, 7.9.17 19.00 - frei
Dauer der Ausstellung: 8.9. - 8.10.2017

In unserem KunstFoyer zeigen wir von Anfang September bis Anfang Oktober in Zusammenarbeit mit der KunstGesellschaft e.V. Bilder und Zeichnungen von Michael Koschate (1935 - 2017) .

»Das Nachgelassene, das sind die Stapel dieser Bilder unter Glas und in Rahmen, die ich im Keller in der Launitzstraße zuerst gesehen habe und die hier nun in dieser Ausstellung ausgebreitet sind als das Werk von Michael Koschate. Und das Nachgetragene ist unser Aufmerken und Hinschauen auf diese Bilder und das, was wir damit machen. Wenn man nun sogleich fragt: Ist das also Kunst, verdirbt man sich das Spiel, das sich hier eröffnet, weil man so vorschnell die große Überraschung, die in dieser Ausstellung steckt, erledigt. Das hat Michael Koschate gemacht, der Michael Koschate, den wir doch kennen. Man könnte jetzt Beuys zitieren: "Jeder Mensch ein Künstler" und sagen, hier hätte man den Beweis. Aber das scheint mir zu einfach, zu einfach, weil es - wie immer bei solcher Diskussion - zu sehr auf das Ergebnis fixiert ist. Was mir da imponiert, ist die Courage immer wieder allein in dieser Kellerecke zu sitzen und zu malen, auszuschneiden und zu kollagieren. Der Künstlermensch, der sich selbst am Schopfe packt und sich immer wieder über den Abgrund der Sinnfrage hinwegträgt und hofft, dass das geht, dass das gelingt. Ich weiß, es so zu sehen, ist ziemlich pathetisch. Deshalb wird es auch sogleich von Michael Koschate selbst korrigiert, wenn der seine Arbeiten als "Flachzeug" bezeichnet. Ich mag die Courage und ich mag die Ironie, beides ergibt die Haltung, zu stehen und stehen zu bleiben und das mit Feuer, con fuoco. So wie ich Michael Koschate immer erlebt habe, und so wie ich ihn in Erinnerung behalten werde.

Natürlich wäre noch ein Langes und Breites über die hier gezeigten Arbeiten im Einzelnen zu sagen, verdienen tun die das. Aber in diesem Moment ist mir die Person des Machers näher als das Gemachte. Dabei nehme ich in Kauf, dass Michael Koschate das als Kneifen bezeichnen würde. Es ist eben meine Art, ihm "nachzurufen".« G. Bussmann

Es sprechen Dr. Georg Bussmann und Prof. Reiner Diederich, KunstGesellschaft e.V.. Es singt Annette Fischer Sopran, am Klavier Despina Apostolou.

Die Ausstellung ist geöffnet Mo. - Fr. von 14.00 bis 18.00 Uhr und zu den Theaterveranstaltungen bis 8. Oktober 2017