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Gefährden Meinungsroboter die Wahlen?

Ulrike Holler
Podiumsgespräch

Margit-Horváth-Stiftung

»Gefährden Meinungsroboter die Wahlen?«

Das Hessische Justizministerium will das Strafrecht im Hinblick auf die digitale Welt verschärfen

Dienstag, 23.5.17 19.00 frei

In der aktuellen Diskussion um sogenannte 'Fake-News' in sozialen Medien warnt die hessische Justizministein Eva Kühne-Hörmann davor, das Problem von Falschmeldungen in sozialen Medien zu unterschätzen: »Oft reicht eine falsche Meldung aus, damit die gesamte Republik darüber diskutiert... Dabei ist nicht der Inhalt der Falschmeldungen allein entscheidend. Die Möglichkeit, in wenigen Minuten eine Lawine von Desinformationen in den sozialen Medien zu verbreiten, ist das eigentliche Problem. Darüber müssen wir diskutieren... Bei der Verbreitung solcher Falschmeldungen spielen social bots, also Fake-Profile in sozialen Medien eine große Rolle...Dämmen wir diese Komunikationskanäle ein, nehmen wir den Tätern eine entscheidende Vertriebsmöglichkeit«, sagt die hessische Justizministerin.

Der Bundesrat hat ihren Vorstoß auf nationaler Ebene, die sog. »Hessische Botnetz-Initiative« (BR-Drs. 338/16), bereits beschlossen; sie liegt nun dem Deutschen Bundestag vor.

Jan Eggers, Medienexperte des HR, wird nach kurzen sachlichen Erläuterungen zur Funktion und Wirkungsweise von social bots im Gespräch mit Frau Kühne-Hörmann genauer herausarbeiten, wo die Chancen und Grenzen dieses neuen strafrechtlichen Zuganges liegen.

Ulrike Holler wird eingangs die Bedeutung der social bots als Form der Meinungsbeeinflussung in der amerikanischen Präsidentschaftswahl oder auch in europäischen Wahlen beschreiben.

Mit: Eva Kühne-Hörmann (Hessische Justizministerin), Jan Eggers (Redakteur, Medienexperte des HR
Einleitung: Ulrike Holler

Eva Kühne-Hörmann Jan Eggers Margit-Horvath-Stiftung