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Der Kuaför aus der Keupstraße

Kuaför, Foto: Hajo Schomerus

Film

Konkav Films Frankfurt and Friends

»Der Kuaför aus der Keupstraße«

D 2015 - 92 Min - Deutsch /Türkisch

Mittwoch, 22.06.16 19.00 frei / Spende

Filmvorführung und Diskussion mit dem Regisseur Andreas Maus und weiteren; Moderation: NSU-Watch Hessen

Am 9. Juni 2004 verübte der NSU einen Nagelbombenanschlag vor einem türkischen Frisörsalon in der Kölner Keupstraße, bei dem 22 Menschen teils schwer verletzt wurden. Doch dass es sich um einen Anschlag des NSU handelte, kam erst Jahre später heraus. Die Ermittlungen richteten sich stattdessen gegen die Opfer und ihre Angehörigen, die als Hauptverdächtige galten. Der Film lässt die Betroffenen zu Wort kommen und rekonstruiert zudem anhand der Verhörprotokolle, wie über Jahre gegen die Opfer vorgegangen wurde. Ein ausländerfeindliches Motiv hingegen wurde ausgeblendet.

Auf eindrückliche Weise zeigt »Der Kuaför aus der Keupstraße« wie tiefgreifend der Bombenanschlag, aber auch die Verdächtigungen danach, das Leben im Kölner Stadtteil Mülheim erschüttert haben. So wie in Köln wurden auch in den anderen Städten, in denen der NSU gemordet hat, zumeist die Angehörigen und ihr Umfeld verdächtigt. Der Film eröffnet die Diskussion über die Frage eines strukturellen Rassismus in Deutschland aus der Perspektive der Betroffenen.

Die Veranstaltung wird unterstützt von DGB-Jugend Frankfurt, AStA Uni FFM, Rosa Luxemburg Stiftung Hessen

Mit: Andreas Maus (Regisseur)
Mit: Mitat Özdemir, Selda Demir (Initiative Keupstraße ist überall)
Moderation: NSU-Watch Hessen
Foto: Hajo Schomerus