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Heimatland war kein mitnehmbares Veilchen

Armita

Armita Theater Ensemble

»Heimatland war kein mitnehmbares Veilchen«

ein Stück von Dr. Fereshteh Vaziri Nasab auf Persisch mit dt. Übertiteln

Freitag, 20.2.15 20.00 Eur 15/10

Eine Immigrantin im mittleren Alter landet wegen eines Selbstmordversuchs in der Psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses und muss eine Therapie machen. Am Anfang unwillig, etwas über ihr Leben zu verraten, erzählt sie nach und nach einen Teil ihrer Geschichte in Form eines Theaterstückes, das sie im Krankenhaus schreibt. Laut ihrer Erzählung war sie eine Feministin, die wegen ihrer Aktivitäten in ihrem Land festgenommen wurde und durch Repression erst ihre Arbeit, dann ihre Heimat verloren hat. Die Dauer des Asylverfahrens, ihre schlechten Erfahrungen im Exil, Arbeitslosigkeit und die Sehnsucht nach Ihren Kindern verursachen bei ihr eine seelische Desintegration und treiben sie zu dem Suizidversuch. Während der Therapie entwickelt sich zwischen der Immigrantin und ihrem behandelnden Arzt ein ambivalentes Verhältnis und ein beide verändernder Disput über die Sinnlosigkeit der bestenfalls kurzfristig wirkenden psychologischen Behandlung eines Individuums solange die äußeren Umstände der Welt, wie Arbeitslosigkeit, Einsamkeit und Gewalt weiterhin auf es einwirken und somit keine wirkliche Lösung bieten.

Das Stück der in Frankfurt lebenden Autorin und Regisseurin Dr. Fehreshteh Vaziri Nasab hatte in Köln im November Premiere und wurde im Januar beim 9. Iranischen Theaterfestival in Heidelberg gezeigt, wo es den Publikumspreis gewann. Nun wird es erstmals auch in Frankfurt bei uns mit deutscher Übertitelung gespielt .

Mit: Rozita Fazaee, Ali Kamrani, Niloofar Bijanzadeh, Vahid Monjezi, Omid Khodatars, Forouz Foroughi

Karten: Voll 15,00 Euro
Karten: Erm. 10,00 Euro

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