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Marleni

Achtung Premiere auf Februar verschoben

Theatercompagnie Tagträumer

»Marleni«

Theaterstück von Thea Dorn

Donnerstag, 9.1.14 20.00 Eur 16/12
Freitag,    10.1.14 20.00 Eur 16/12
Samstag,    11.1.14 20.00 Eur 16/12
Donnerstag, 13.2.14 20.00 Eur 16/12
Freitag,    14.2.14 20.00 Eur 16/12
Samstag,    15.2.14 20.00 Eur 16/12

Das Theaterstück »Marleni« von Thea Dorn wurde im Jahr 2000 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg uraufgeführt. Es handelt von der fiktiven Begegnung zweier Künstlerinnen, die beide - fast im gleichen Jahr in Berlin geboren - doch sehr unterschiedliche Wege durch das 20. Jahrhundert gingen. Das Stück birgt nicht nur Zeitgeschehen, sondern setzt sich mit Politik und der Rolle in der Kunst auseinander.

Marlene Dietrich folgte als Schauspielerin ihrem Entdecker, dem Regisseur Sternberg nach Hollywood. Sie wendet sich aus der Ferne gegen das nationalsozialistische Regime in Deutschland; nimmt die amerikanische Staatsbürgerschaft an und begleitet in den letzten Kriegsjahren als Sängerin die US-Truppen in Europa.

Leni Riefenstahl bleibt in Deutschland und verwirklicht - vor allem mit finanzieller Unterstützung der Nazis - ihre filmerischen Träume. Berühmt wird sie durch ihren »Olympia« - Film.

In der Nachkriegszeit wird beiden ihr Umgang als deutsche Künstlerinnen mit dem Nazi-Regime zum 'Stolperstein' für die weitere Karriere. Marlene Dietrich möchte wieder in ihrer 'Heimat' arbeiten, aber man empfängt sie als 'Amihure'. Die Bezeichnung 'Nazinutte' verfolgt Leni Riefenstahl.

Die Schuldfrage »Wie soll sich ein Künstler unter einem totalitären Regime verhalten?« verschwindet nicht mit der Aufarbeitung des letzten Jahrhunderts, sondern taucht auch heute dort auf, wo eine totalitäre Staatsmacht künstlerisches Schaffen unterdrückt oder für ihre Propaganda benutzt. Es geht um das künstlerische Dilemma der finanziellen Abhängigkeit und der künstlerischen Schaffensfreiheit.

Nach »Der Gott des Gemetzels« und »Die Stumme« ist dies eine neue Produktion der Theatercompagnie Tagträumer, die sich mit Fragen der Moralphilosophie und der Aufarbeitung der NS-Zeit auseindersetzt, die wir im Herbst mit »Prozess Auschwitz Peter Weiss« und »Szenen eines Kulturvolks« begonnen haben und nun im Januar fortsetzen.

Regie: Veronika Brendel
Darstellerinnen: Ingeburg Amode (Marlene) und Uta Eckhardt (Leni)
Lichtkonzept: Johannes Schmidt
Kostüme: Marieluise Macey
Bühnenbild: Veronika Brendel

Karten: Voll 16,00 Euro
Karten: Erm. 12,00 Euro
Karten: Schüler 8,00 Euro