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Solitaire

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Festival der ägyptischen Kultur

Dalia Basiouny

»Solitaire«

Performance in englischer Sprache, anschliessend Podiumsdiskussion mit der Autorin und Graffitikünstlern

Donnerstag, 12.4.12-20:00 15/11
Dauer 45 Min.

Das Stück beginnt mit dem inneren Monolog von Nagat, einer älteren Frau, die auf ihrem Laptop Solitaire spielt. Aus ihrer Perspektive erfahren wir, wie sich unsere Kommunikation durch neue Technologien verändert hat und mit welchen Schwierigkeiten dies für einen älteren Menschen verbunden ist. Später kommen ihre Töchter, Mona und Noha, hinzu und erzählen ihre eigenen Geschichten, die Geschichten zweier junger ägyptischer Frauen, die sich unterschiedlichen Herausforderungen stellen müssen: Die eine lebt in Kairo und die andere in New York.

Der erste Teil von »Solitaire« (uraufgeführt in Kairo im März 2011, weitere Aufführungen im Irak im April 2011 und in Marokko im Juni 2011) erzählt von den Erfahrungen, die eine in New York lebende arabisch stämmige Amerikanerin in der Zeit nach dem 11. September 2001 macht. Nach der ägyptischen Revolution fügte die Autorin einen Teil hinzu, in dem die zweite Tochter die Veränderungen in Ägypten reflektiert und von den Ereignissen auf dem Tahrir-Platz berichtet, die sie selbst miterlebt hat. Bilder aus Kairo und New York unterstützen die Monologe. Das Stück wird in englischer Sprache aufgeführt.

Dr. Dalia Basiouny ist eine ägyptische Autorin, Theaterkünstlerin und Wissenschaftlerin. Ihre Arbeit als Regisseurin umfasst 15 Stücke, die in Ägypten, England, den USA und Marokko aufgeführt wurden. Ihr Debüt als Theaterautorin »Solitaire« erhielt 2010 den Theaterpreis des Arabischen Fonds für Kunst und Kultur (AFAC). Dalia Basiouny erlangte ihren Doktortitel an der City University of New York mit einer Untersuchung des politischen Theaters arabisch stämmiger Amerikanerinnen nach dem 11.9.2001. Basiouny unterrichtet im Fach Theaterwissenschaften an der Helwan-Universität, übersetzt und schreibt Romane und veröffentlicht Kunstkritiken. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien.

Die Aufführung findet im Rahmen des »Festival ägyptischer Kultur« statt, das begleitend zur Frankfurter Tutanchamun Ausstellung organisiert ist.

Im Anschluss an die Performance findet eine Podiumsdiskussion mit Graffitikünstlern unter der Leitung von Dr. Kersten Knipp aus Köln statt: Don R. Karl ('Stone', Berlin), Andreas von Chrzanowski ('Case', FFM), Caram Kapp (Berlin) und aus Ägypten Aya Tarek, Ammar Abo Bakar, Mohamed 'Ganzeer' Fahmy, El Seed aus Tunesien und der Autorin Dalia Basiouny.

Text/ Regie: Dalia Basiouny
Mit: Dalia Basiouny, Salwa Mohamed Ali, Aya Soliman
Musik: Sol Seppy
Bühnenbild: Maison Hussien
Regieassistenz: Tarek Shalaby
Licht: Saber El Sayed