Banner

metaSchema

metaSchema

Premiere

metaSchema und Juanita Lascarro

»metaSchema«

Musiktheater nach Alban Berg

Sonntag, 30.11.08 20:00 Eur 16/11

»Wird es mir vergönnt sein, die Ruhe zu finden, in Tönen das auszudrücken, was ich ... seit diesen Tagen in Prag Bubenec erlebt habe? [...] Am besten schriebe ich Lieder. Aber wie könnte ich? Die Wörter der Texte verrieten mich. So müssen es Lieder ohne Worte sein, in denen nur der Wissende - nur Du - wirst lesen können.« Alban Berg in einem Brief an Hanna Fuchs

»Nymphen: untergeordnete Gottheiten ohne »institutionelle« Macht, von denen eine solche Faszinationskraft ausging, daß sie die Seele aufwühlten und damit auch jegliches Wissen über die Seele. Und damit auch gefährlich, so wie die Erinnerung, wenn sie bis in ihre dunklen Kontinente hinein erkundet wird, wie das Begehren, wie die Zeit selbst.« Georges Didi-Huberman, Ninfa Moderna - Über den Fall des Faltenwurfs

Das Verhältnis von Unmittelbarkeit und Mitteilung, die Unmöglichkeit des sich selbst präsenten Moments, soll im Mittelpunkt dieses ca. 60minütigen Musiktheaters für vier Musiker und einen Tänzer stehen. Ironisch und ebenso ernst soll es dabei um die Sehnsucht nach dem Unmöglichen, den Rätselcharakter von Musik und Raum und das gehen, was am Bauhaus noch ziemlich aktuell ist: Das Aufeinandertreffen der Künste in einem Biotop der Sehnsüchte und Verrücktheiten, an einem Ort, wo alles mit allem in Verbindung kommen kann.

Inspiriert wurde das Projekt ebenso von Alban Bergs Briefen, dem Licht-Raum-Modulator von Laszlo Moholy Nagy, Les Rudnicks »The shadows that things make - The things that shadows make« und den gegenwärtigen Tendenzen im Bereich des Musiktheaters. Denn in diesem Projekt sollen Musik und Raum nicht einfach wechselseitig affirmativ aufeinander prallen, sondern sich gegenseitig entziehen vor den Augen und in den Ohren des Betrachters. Das Spannungsfeld zwischen Sichtbarem und Hörbarem vermag dadurch Aufmerksamkeit zu erlangen.

Gesang: Juanita Lascarro
Klarinette: Merve Kazokoglu
Violine: Ana Rachel Feitosa
Tanz/Choreographie: David Bloom
Mitarbeit Regie/Licht: Johanna Castell
Klavier/Konzept/Regie: Despina Apostolou

Licht-Raum-Modulator von Laszlo Moholy Nagy